Susanne Willke
Expertin für Selbstführung
Wer dir hier begegnet

Ich interessiere mich nicht nur dafür, was du tust. Mich interessiert, was dich dazu bringt.
Menschen zeigen viel von sich, ohne es zu wissen. In dem, was sie sagen. In dem, was sie vermeiden. In den Widersprüchen zwischen dem, was sie wollen und dem, was sie immer wieder tun. Genau dort werde ich aufmerksam.
Ich höre zu, frage nach und erkenne oft schnell, wo ein Muster, ein alter Antreiber oder eine innere Überzeugung längst mehr Einfluss hat, als dem Menschen bewusst ist.
Dabei geht es mir nicht darum, dich zu analysieren oder dir zu erklären, wer du bist. Es geht darum, gemeinsam sichtbar zu machen, was dich führt, während du glaubst, selbst zu entscheiden.
Ich bin klar, direkt und zugewandt. Ich kann sehr gut mit Menschen sein und ebenso gut an den Punkt gehen, an dem es unbequem wird. Denn ich glaube nicht, dass Entwicklung dadurch entsteht, dass wir uns alles schön erklären.
Ich lege den Finger in die Wunde. Hier beginnt Selbstbewusstsein.
Nicht, um in der Wunde zu bleiben. Sondern weil du erst verändern kannst, was du bereit bist zu erkennen.
Von der äußeren Erscheinung zum inneren Kern
Mehr als 25 Jahre war ich als Modedesignerin und Produktmanagerin in einer Welt zu Hause, in der es um Gestaltung, Wirkung, Leistung und Ergebnisse ging. Ich führte Menschen, trug Verantwortung, löste Probleme und war es gewohnt, dass es weitergeht.
Und ich konnte das gut.
Sehr gut sogar.
Was ich damals noch nicht erkannte: Ein Teil meiner Stärke wurde von zwei inneren Antreibern befeuert, die mich schon lange begleiteten:
„Sei stark.“
„Streng dich an.“
Sie machten mich leistungsfähig, ausdauernd und verlässlich. Sie halfen mir, Verantwortung zu übernehmen und auch dann weiterzumachen, wenn es schwierig wurde.
Bis ich selbst erfahren musste, dass eine Stärke ihren Preis bekommt, wenn sie nicht mehr frei gewählt ist.
Ich funktionierte. Ich leistete. Ich hielt durch. Und kam damit immer näher an eine Grenze, an der mein Körper schließlich deutlicher wurde als mein Wille.
Ich weiß, wie weit man mit „Sei stark“ und „Streng dich an“ kommen kann.
Und ich weiß, wie nah man sich dabei selbst verlieren kann.
Meine Beschäftigung mit Persönlichkeitsentwicklung hatte zu diesem Zeitpunkt längst begonnen. Doch etwas zu verstehen und es im eigenen Leben zu erkennen, sind zwei verschiedene Dinge.
Heute weiß ich: Nicht die Stärke war das Problem. Nicht mein Ehrgeiz. Nicht meine Leistungsbereitschaft.
Entscheidend war, ob ich sie führte oder sie mich.

Warum mich Menschen schon immer interessieren
Angefangen hat es lange bevor ich wusste, dass daraus einmal mein Beruf wird.
Als Kind blieb ich donnerstagabends heimlich länger wach. Nicht wegen eines Krimis und auch nicht, weil ich nicht schlafen konnte.
Ich wollte Dr. Markus auf NDR2 hören.
Mich faszinierte, wie er mit Menschen sprach, welche Fragen er stellte und was plötzlich sichtbar wurde, wenn jemand anfing, über sich selbst zu erzählen.
Warum verhält sich ein Mensch so, obwohl er eigentlich etwas anderes möchte? Warum wiederholen wir Dinge, die uns nicht guttun? Was geschieht in uns, bevor wir überhaupt merken, dass etwas geschieht?
Diese Fragen sind geblieben.
Mit 19 begann ich, mich intensiv mit meiner eigenen Entwicklung auseinanderzusetzen. Was zunächst persönlich begann, wurde über die Jahre zu einem Weg, den ich bis heute gehe. Ich wollte nicht nur verstehen, wie ich als Mensch funktioniere. Ich wollte verstehen, was in mir wirkt.
Ich lernte, hinterfragte, machte Ausbildungen, verwarf Überzeugungen, begegnete meinen eigenen blinden Flecken und erlebte immer wieder, dass Wissen allein einen Menschen noch nicht verändert.
Irgendwann verband sich das, was mich schon so lange beschäftigte, mit meiner beruflichen Erfahrung. Aus meiner eigenen Entwicklung wurde eine Profession.
Seit 18 Jahren begleite ich Menschen in persönlichen und beruflichen Veränderungsprozessen. Nicht mit der Vorstellung, irgendwann mit sich „fertig“ zu sein.
Sondern mit der Überzeugung:
Je bewusster ich erkenne, was in mir wirkt, desto freier kann ich entscheiden, wie ich leben und handeln möchte.

Manches weiß man.
Bis das Leben fragt, ob man es auch leben kann.
Ich beschäftige mich seit fast vier Jahrzehnten mit persönlicher Entwicklung und begleite Menschen durch Veränderungsprozesse. Vieles habe ich gelernt, verstanden, hinterfragt und selbst durchlebt.
Und dann gibt es Erfahrungen, bei denen das Leben nicht mehr fragt, was du weißt. Sondern was davon dich wirklich trägt.
Die letzten fünf Monate im Leben meines Vaters waren eine solche Zeit.
Ich habe begleitet, getragen, organisiert, Verantwortung übernommen und erlebt, wie ein Mensch, der sein Leben lang gemacht, geschaffen und angepackt hatte, in rasender Geschwindigkeit seine körperliche Selbstständigkeit verlor.
Meine alten Antreiber „Sei stark“ und „Streng dich an“ waren wieder da. Dieselben Kräfte, die mich früher weit gebracht und irgendwann fast über meine eigene Grenze geführt hatten. Diesmal wusste ich, wer mit am Steuer saß. Sie haben mich getragen.
Vor allem hat diese Zeit etwas vertieft, das heute wesentlich für meine Arbeit ist: Die Würde eines Menschen beginnt nicht mit seiner Leistung. Und sie endet nicht dort, wo er nichts mehr leisten kann.
Selbstführung bedeutet für mich deshalb nicht, sich immer besser im Griff zu haben. Sie bedeutet zu erkennen, was mich führt. Zu unterscheiden, was mir dient und was mich beherrscht. Die freie Wahl zu haben. Mir selbst auch dann zu begegnen, wenn Leistung, Kontrolle und die gewohnten Antworten nicht mehr tragen.
Was du von mir erwarten kannst

Ich werde dir nicht sagen, wie du dein Leben führen sollst. Meine Aufgabe sehe ich an einer anderen Stelle: Ich mache mit dir sichtbar, was du selbst nicht sehen kannst, solange du mittendrin steckst. Ich frage nach, halte Widersprüche aus und spreche sie an.
Denn Veränderung braucht für mich weder Härte noch Schonung.
Sie braucht Ehrlichkeit.
Ich nehme dich ernst. Deshalb bestätige ich dir nicht alles.
Wertschätzung bedeutet für mich nicht, allem zuzustimmen. Manchmal liegt gerade in einem ehrlichen Gegenüber die größte Form von Respekt.
Ich gebe dir keine Wahrheit über dich. Ich helfe dir, deine eigene zu erkennen.
Ich kann sehen, fragen, spiegeln und Zusammenhänge sichtbar machen. Die Verantwortung für dein Leben bleibt bei dir. Genau dort gehört sie hin.
Ich arbeite mit dem Menschen, nicht mit einer Methode.
Meine Erfahrung gibt mir viele Möglichkeiten. Welche davon sinnvoll ist, entscheidet der Mensch, der vor mir sitzt.
Du sollst mich irgendwann nicht mehr brauchen.
Coaching soll deine Fähigkeit stärken, dich selbst zu erkennen, dir zu vertrauen und dich selbst zu führen.
Denn am Ende geht es nicht darum, dass ich weiß, was für dich richtig ist. Es geht darum, dass du es selbst erkennst.
Copyright by Susanne Willke – Personal Coaching Hamburg